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Im Wald entdecktes Geheim-Rezept der Resilienz

samuel-felder
11. Aug.
3 Min. Lesezeit

Liebe Leserin, Lieber Leser,

Liebe Freunde von Projekt Kompass

 

Die Hochsommerzeit hat ihre paradoxe Natur: Auf der einen Seite füllen sich die Terminkalender, die Reiseanbieter verkaufen den Hochsaisontarif und viele Menschen nützen die kurzweiligen und erfrischenden Sommernächte für die unzähligen Städtlifäschter, Festivals, Openairs oder (Familien-)Treffen.

Auf der anderen Seite bieten die vielen Sonnenstunden die Möglichkeit für erholsame und monotone Lieblingsbuch-Badi-Nachmittage, für ausgiebige und kühlende Waldspaziergänge oder für persönliche Reflexionen an einem unentdeckten Ferienort bei lokalen Spezialitäten und endlosen Sonnenuntergängen.

Die hochsommerliche Reizabschirmung und die besonnenen Ruhe-Stunden im Schatten verhalfen auch mir eines meiner Lieblingsthemen – die Resilienz – von einer neuen Perspektive zu betrachten. Als Resilienz wird übrigens die Fähigkeit eines Individuums/Systems verstanden, erfolgreich mit herausfordernden Situationen oder Belastungen umzugehen.

Auf die Frage hin, was den eigentlich die tiefste Natur oder grundlegendste Wesensart der psychologischen Resilienz ausmacht, bin ich für mich auf eine spannende Beobachtung gestossen.

Was haben also eigentlich alle bekannten Resilienzfaktoren gemeinsam?

Genauer gefragt, was ist denn eigentlich die gemeinsame Essenz von: Selbstkenntnis, Optimismus, mentaler Flexibilität, Selbstkontrolle, Bedeutung und Sinn im Leben, guten Beziehungen sowie der Fähigkeit zur Inanspruchnahme von Hilfe und Unterstützung?

Schon eine Idee?

Der grosse Aha-Effekt erlebte ich – genau – bei einem Waldspaziergang. Ich fühlte mich wohl, und von der Natur aufgenommen. Ich erkannte, dass wenn ich mit dem Wald und dessen Natur «in Beziehung trete» und eine Arte Verbindung aufbaue, mich das enorm stärkt und auftankt. Dabei erkannte ich, dass mir einerseits die Natur selber wohltat, ich aber andererseits auch viel Kraft schöpfte, in dem ich von Innen heraus mit der Natur in Verbindung trat, den Wald in seiner Schönheit wahrnahm und ich es mir erlaubte, ein emotionales Band zwischen mir und der wohltuenden Natur aufzubauen.

Ich entdeckte für mich ein neues Geheim-Rezept für die Resilienz: «Das in Beziehung treten zu stärkenden und/oder wichtigen Aspekten im Leben».

Interessanterweise lassen sich auch die bekannten Resilienzfaktoren mit diesem Resilienz-Prinzip verbinden:

 

·       Selbstkenntnis kann das in Beziehung treten zur eigenen Geschichte, eigenen Zielen, Träumen, Bedürfnissen oder Wünschen sein.

·       Optimismus kann das in Beziehung treten zu den Chancen, Möglichkeiten und positiven Wendungen im Leben oder zur Dankbarkeit sein.

·       Mentale Flexibilität kann das in Beziehung treten zu neuen, stärkenden, veränderten oder verändernden Perspektiven & Blickwinkeln über sich, über Mitmenschen oder über Situationen im Leben sein.

·       Selbstkontrolle kann das in Beziehung treten zu den eigenen Empfindungen und Emotionen – und damit eine Verbundenheit zu den eigenen Zukunftsplänen im Kontext gegenwärtiger Impulse – sein. 

·       Bedeutung und Sinn im Leben zu haben, kann das in Beziehung treten zu den tiefsten persönlichen Werten, Überzeugungen sowie kraftspendenden Beweggründen, Motivationen und Richtungen im Leben sein.

·       Gute Beziehungen zu pflegen kann das in Beziehung treten zu anderen wichtigen Mitmenschen, Gemeinschaften, gemeinsamen Projekten, gemeinsamem Glück sowie gemeinsamen Geschichten sein.

·       Hilfe und Unterstützung einfordern zu können, kann das in Beziehung treten zu wertvollen Entlastungmöglichkeiten, unterstützenden Ressourcen & Perspektiven, Sicherheit, Schutz oder zwischenmenschlichem Support sein.


Resilienz und «in Beziehung treten» bedeuten also mit den wertvollen, lehrreichen oder stärkenden Aspekten der Welt in Verbindung und somit in eine gegenseitige Interaktion zu treten.

Wenn Resilienz gemeinläufig als «Ordinary Magic», also als «gewöhnlichen Zauber» verstanden wird, bedeutet dies auch, im Kleinen und Alltäglichen die unscheinbaren "Verbundenheiten" als mögliche Kraftquellen zu sehen und zu nützen und so, gestärkt und in kleinen Schritten mit der Welt in Beziehung zu treten.

Tschüss und bis bald, ich bin dann mal im Wald. 😉 Samuel

 

Übrigens: Wer sich mit dem Thema Resilienz noch vertieft befassen möchte und dabei die eigene Resilienz fördern möchte, kann gerne auch an unserem Resilienz-Workshop  «Mentale Stärke konkret umgesetzt» vom Samstag 12.9.2026 in Maria-Rickenbach NW teilnehmen.

 

 

Übrigens 2.0.: Wir freuen uns auch sehr auf einen tollen, kurzweiligen und gemütlichen Workshop-Herbst mit diversen weiteren Workshops im Berghotel «Pilgerhaus» im malerischen und idyllischen Maria-Rickenbach.

Am Sonntag 25.Oktober 2026 findet wieder der Workshop zum Thema «Entscheidungen» und am Samstag 7. November 2026 der Workshop zur Stärkung des Selbstwertgefühls statt.

 

Alles Gute &  einen tollen Sommer wünschend und bis vielleicht schon bald an einem der kommenden Herbst-Workshops,

Samuel & Elmar


 
 
 

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