Was Schulen von Lionel Messi lernen können - psychische Gesundheitskompetenz für Schüler

Wer diesen Sommer die Fussball-Weltmeisterschaft mitverfolgen durfte (oder musste), ist um einen Namen nicht herumgekommen: Lionel Messi. Der argentinische Superstar wird von seinen Mitspielern bewundert und von seinem Heimatland geliebt und gefeiert. Dem argentinischen Captain wird in zahlreichen Expertenkreisen sogar das «GOAT»-Prädikat zugeschrieben. Als «Greatest Of All Time» ist der GOAT-Begriff als höchster, inoffizieller Titel der Superlative für den besten Fussballer aller Zeiten zu verstehen. Was unterscheidet den aber eigentlich die vielen internationalen Superstars auf Weltklasse-Niveau von Messi, dem «Besten aller Zeiten»? Auf höchstem Niveau Fussballspielen können sie alle. Sicherlich «klebt Messi den Ball an den Füssen» aber macht das wirklich den alleinigen Unterschied? Der Unterschied könnte psychologischer Natur sein. Wenn Messi auf dem Platz steht, spielen seine Mitspieler auch um einige Prozent besser. Und dies macht ihn wohl zum «Besten Fussballer aller Zeiten». Wer Messi genau auf dem Feld beobachtet, wird etwas sehr Spannendes bemerken: Während alle anderen Spieler auf den Ball fixiert sind, scannt Messi im Sekundentakt um sich herum alle Positionen und Bewegungen der Mitspieler und der Gegner. Er beobachtet wie ein Falke und erkennt Schwächen, Stärken, Konstellationen und Chancen. Er weiss, was hinter seinem Rücken passiert, wo die Passmöglichkeiten und gegnerischen Gefahren lauern und wo sich in den kommenden 10 Sekunden anhand der bisherigen Bewegungen ein Raum öffnen wird, in welchen er mit chirurgischer Präzision eine Flanke spielen kann. |

Messi stärkt sein Team mithilfe seiner genauen und achtsamen Beobachtungen. Damit macht er den grössten Unterschied. Dank seiner Beobachtungsgabe kann er sein Team gezielt fördern und fordern, er kennt seine Wirkung nach Aussen und weiss, wie er – trotz seiner ruhigen Art – in Krisen kommunizieren muss und wie er die Stärken der Mitspieler fördern und integrieren kann.
Was Schulen von Lionel Messi lernen können Ob im argentinischen Fussball-Nationalteam oder in einer Schweizer Oberstufenklasse: Das achtsame Beobachten der Mitmenschen gilt als Fundament für deren Stärkung. Was sich als Selbstverständlichkeit anhört, kann im Alltagslärm leider schnell vergessen gehen. Wie geht es der Klasse und den einzelnen Schüler/-innen? Wie geht es der Lehrperson? Welche grossen oder kleinen, unscheinbaren Veränderungen oder neue Dynamiken halten Einzug? Was passiert gerade oder was passiert gerade eben nicht? Damit das achtsame Beobachten gelingt braucht es also einen ganzheitlichen Blick auf die Gruppe, aber auch den achtsamen und genauen Blick auf den einzelnen Menschen. Innere Stärke und Resilienz kann beim einzelnen Menschen oder in der Gruppe gefördert werden. Und deshalb gelten die Klassenlehrinnen und Klassenlehrer als wichtige Schlüsselpersonen in der Entwicklung der Schülerinnen und Schüler. Durch die gemeinsame Unterrichtszeit kennen und verstehen die Lehrpersonen die einzelnen Schülerinnen und Schüler mit ihren alltagsbezogenen Anliegen sowie ihren situativen Rahmenbedingungen und Möglichkeiten. In diesem Kontext bietet Projekt Kompass neu für interessierte Schulen und Lehrpersonen eine nachhaltige Schulungs- und Fortbildungsmöglichkeit zur Förderung der psychischen Gesundheitskompetenz und der Resilienz der Schüler/-innen und Lehrpersonen an. Durch die neuen Teach-the-Teacher-Module lernen die Lehrpersonen, die psychische Gesundheitsförderung in ihrem Unterricht zum Thema zu machen, zentrale Unterrichtseinheiten zur mentalen Gesundheitsförderung der Klasse selbstständig zu vermitteln sowie den dazugehörigen Lernprozess über die Zeit hinweg zu begleiten. Wer gerne mehr über die neuen Teach-the-Teacher-Schulungen lernen möchte findet auf unserer Webseite www.projekt-kompass.ch unter «Teach the Teacher» gerne die weiteren Infos.
Auf ein achtsames Beobachten – Auf und neben dem Rasen. Alles Gute & «Messi» für Eure Aufmerksamkeit.
Samuel |





